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BYO-Prinzip

Eine noch aus Prohibitionszeiten stammende Tradition ist das BYO-Schild an einigen Restaurants und Pubs. Bis 1967 war es verboten, nach 18 Uhr Alkohol auszuschenken, was natürlich zu finsteren Effekten wie der „Druckbetankung auf Vorrat“ führte. Neben den „fully licensed“-Lokalen, die nach 18 Uhr Wein und Bier nur noch zu einem Abendessen ausschenken durften, gab es Ende der 70er die Idee einiger nicht für den Alkoholausschank zugelassener Restaurants in Auckland, das Mitbringen von eigenem Wein zu erlauben.

Der Kellner entkorkte ihn gegen eine kleine Gebühr und stellte die Gläser auf den Tisch. Das in Australien seit Anfang der 60er bekannte BYO-Prinzip wurde daraufhin von immer mehr Restaurants übernommen und entsprechend beworben.

Ende der 80er wurden schließlich die alten Alkoholverbote und Ausschankeinschränkungen aufgehoben. Die BYO-Tradition ist seither im Niedergang begriffen, die Anzahl der BYO-Restaurants sinkt rapide – schließlich können Restaurants eigene Weine nun mit entsprechend derbem Aufschlag verkaufen. Man darf gespannt sein, ob diese Tradition in Neuseeland trotzdem irgendwie überlebt.

BYO-Prinzip

BYO-Prinzip ©iStockphoto/hidesy