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Essgewohnheiten in Neuseeland

Die Essenszeiten in Neuseeland gelten nicht mehr so puritanisch-streng wie noch vor wenigen Jahren. Frühstück wird in Bars und Hotels meist bis 11 Uhr serviert und zum Mittag (lunch) gibt es nicht mehr nur kalte Speisen wie Sandwiches oder Snacks auf die Hand, sondern richtige Mittagsmenüs, die wesentlich günstiger als am Abend sind. Zum Kaffeetrinken lädt mittlerweile eine Vielzahl brauchbarer Coffeeshops ein, die neben der allgegenwärtigen Sahnetortenauswahl auch kleine deftige Snacks wie meat pies, shepherd‘s pie und chips zubereiten.

Die in englischer Tradition stehenden „Tea Houses“ mit ihren „cream tea“ oder „high tea“ genannten Nachmittagsangeboten – eine Kanne Tee, dazu mit Gurken, Roastbeef und Eiersalat belegte Sandwiches, alternativ „scones“ mit Erdbeermarmelade und „clotted cream“ – werden durch die neuentdeckte Kaffeekultur leider immer mehr verdrängt.

Abendessen („tea“, seltener „dinner“) wird ab 18 Uhr bis mindestens 23 Uhr serviert. Neben den für den Alkoholausschank voll lizenzierten Pubs und Restaurants gibt es noch die immer mehr verdrängten BYO-(bring your own)-Restaurants, in denen man eine mitgebrachte Flasche Wein gegen geringe Entkork-Gebühr trinken kann. Leider stirbt dieser auch in Australien noch verbreitete Brauch aus, denn der Wein ist in Neuseelands Restaurant zwar sehr gut, aber teils auch irrsinnig teuer.

Essen in Neuseeland

Essen in Neuseeland ©iStockphoto/AnnWorthy

Trinkgeld ist in neuseeländischen Restaurants eher unüblich, sondern im – für europäische Maßstäbe günstigen – Preis mit einkalkuliert. In vielen asiatischen Restaurants der Inseln wird Trinkgeld dagegen erwartet.

Wird man zu einer Party oder zu einem Barby eingeladen, wird erwartet, dass man selbst etwas zum gemeinsamen Verzehr oder Genuss mitbringt. „Ladies a plate“ ist die übliche Bezeichnung für diesen Wunsch des Gastgebers.