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Kermadec Islands

Was haben Raoul, Macauley, Curtis und Cheeseman gemein? Richtig, dabei handelt es sich um Inseln, die zusammen mit L’Esperance die Kermadecinseln bilden – immerhin den nördlichsten Teil Neuseelands. Die subtropischen Inseln in der Nachbarschaft von Tonga liegen rund 1.000 Kilometer von der Nordinsel entfernt und sind ein HotSpot für Naturliebhaber, Abenteurer, Forscher und Taucher.

Lebhafte Städte sucht man vergebens auf den Kermadec Islands: Lediglich eine meteorologische Station auf Raoul Island ist dauerhaft besetzt. Walfänger, europäische Siedler und polynesische Stämme waren die ersten und letzten, die sich hier niederließen und einige wenige Spuren hinterließen. Abgesehen davon gehört die Inselgruppe der einzigartigen Flora und Fauna. Kein Wunder also, dass sich Neuseeland schon seit Jahren darum bemüht, dass das Schutzgebiet Kermadec Marine Reserve auch von der UNESCO als Schutzgebiet anerkannt wird. Nicht nur, weil die Inseln Heimat zahlloser Seevögel sind, genau am Kermadec-Tiefseegraben liegen und Vulkanismus und Plattenbewegungen die Inseln bis heute prägen. Ein Grund dafür ist auch, dass die Inseln von subtropischem Regenwald überzogen sind, dessen Artenreichtum weitgehend unbekannt ist.

Kermadec Islands

Kermadec Islands ©iStockphoto/wolfmaster13

Abwechslungsreich geht es auch unter Wasser weiter: Aufgrund der Nähe zum Kermadecgraben und einigen wichtigen Meeresströmungen findet sich in den Gewässern rund um die Insel eine unglaublich vielfältige, artenreiche Unterwasserwelt, die bis heute nicht einmal im Ansatz erforscht ist. Interessierte Taucher haben die Möglichkeit, im Rahmen einer Expedition zu den interessantesten Plätzen zu fahren und sich vom Arten- und Farbenreichtum mit eigenen Augen zu überzeugen. Aber Vorsicht: Schützende Riffe gibt es hier trotz zahlreicher Korallen nicht.