Skip to main content

Kiwis, Maoris und Neuseeland down under

Kia Ora – es brauchte nicht lange um die ersten Worte auf Maori zu lernen, die Sprache derjenigen Ureinwohner, deren Kriegstänze die Gegner von alters her zum Fürchten brachten und die Touristen von heute umso mehr faszinieren. Über zwanzig Stunden dauert der Flug nach Wellington, der Hauptstadt auf der Nordinsel des Landes, exklusiv einem mehrstündigen Aufenthalt in Singapur. Doch die Vorfreude war groß und der anstrengende Flug vergessen, sobald wir den neuseeländischen Boden betreten hatten.

Wellington liegt mit seinen klapp 500.000 Einwohnern an der Südspitze der Nordinsel und wird auch gerne „die Windige“ genannt. Die Hauptstadt ist der zweitgrößte Ballungsraum des Landes und das Zentrum von „Mittelerde“, der neuseeländischen Theater- und Filmindustrie. Ein übergroßer Golom, der über das Ankunftsterminal kroch, begrüßte uns das erste Mal, als wir Wellington besuchten. Es war zufällig das Wochenende der Weltpremiere von „Herr der Ringe“ und die Stadt war im Ausnahmezustand. Daher wollten wir ein zweites Mal die Stadt erkunden, um sie in aller Ruhe kennen zu lernen. Übernachtet wurde im YHI im Stadtzentrum, sodass die Sehenswürdigkeiten leicht zu erreichen waren. Gleich ob der botanische Garten, der einen fantastischen Blick über die Stadt bietet, der Naturhafen oder das Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa, die Stadt hat vieles zu bieten.

Maori Maske

Maori Maske ©iStockphoto/tupungato

Doch wir sollten nicht lange bleiben, denn ein Highlight der Nordinsel zog uns an: Lost World, ein einzigartiges Höhlensystem in Waitomo; nichts für Unsportliche, doch für Menschen mit wenig oder keiner Klettererfahrung auf jeden Fall geeinget. Die einzige Voraussetzung: Man sollte schwindelfrei sein und keine Angst in dunklen, engen Höhlen haben. Es gibt verschiedene Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Wir wollten uns die 140 Meter in das Höhlensystem abseilen, etwas klettern und uns dann in einer Tube über einen unterirdischen Strom herausspülen lassen. Auf Grund von Hochwasser wurde die Tour jedoch kurzfristig geändert und wir schlugen uns kletternd und kriechend in acht Stunden den Weg aus dem System. Das Gefühl am nächsten Tag war unbeschreiblich: Glück, Stolz und einen unglaublichen Muskelkater.

Kurz darauf ging es weiter nach Whitianga, erneut mit kleinen Überlandbussen, um dort Silvester zu feiern. Die Nordküste der Nordinsel lockt mit weißen Sandstränden, einzigartige Felsformationen und einem gewissen Südseeflair. Das wussten auch die tausende Studenten, die den kleinen Ort für sich und ihre Silvesterparty entdeckt hatten. Daher ging es abends mit dem Flugzeug weiter nach Auckland, der größten Stadt des Landes. Über eine Million Menschen leben in dem Ballungsraum, der alle Vorzüge einer Großstadt bietet: Kunst, Kultur, Tradition und Moderne. Auf dem Mount Eden hat man einen einzigartigen Ausblick über das Gebiet, ebenso wie von dem größten Gebäude der Südhalbkugel, dem Sky Tower.

Insgesamt sieben Tage dauerte die Tour auf der Nordinsel Neuseelands. Ein Zeitraum, der viel zu kurz ist, um alles zu sehen, aber der ausreicht, um „off the beaten track“ Neues zu erkunden und genug übrig lässt, um wieder nach Neuseeland zu reisen.