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Tokelau

Wussten Sie eigentlich, dass Tokelau, die letzte Kolonie Neuseelands, schwerer zu erreichen ist als die Antarktis? Angefahren wird das Inselparadies im Südpazifik, das aus den drei Atollen Atafu, Nukunonu und Fakaofo besteht, nur etwa alle vier Wochen von Samoa aus – per Versorgungsschiff. Tokelau erfüllt damit alle Voraussetzungen für das Prädikat einsames Südseeparadies.

Lässt man die Tatsache, dass Tokelau offiziell zu Neuseeland zählt einmal beiseite gibt es kaum etwas, das das Leben und die Kultur des Landes mit dem auf den Atollen verbindet. Statt ausufernden Strandpartys und Bettenburgen findet man hier wenige bescheidene Pensionen und traditionelle polynesische Gesänge und Tänze. Statt Abenteuer und touristischem Programm erwartet Besucher eine ganz eigene Welt, die geprägt ist von uralten Sitten, strengen Dorfgesetzen, Gastfreundschaft und Großzügigkeit.

Tokelau

Tokelau ©iStockphoto/imegastocker

Wer auf Tokelau bedeutende Bauwerke und Zeugnisse der alten Kultur erwartet, wird enttäuscht werden. Die Atolle, die jeweils aus einem Ring kleiner Riffinseln bestehen, die eine Lagune umgeben, sind schon mehrfach von Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen oder Riesenwellen heimgesucht worden. Von den traditionellen Bauten ist daher nur noch wenig zu sehen. Dafür entschädigt insbesondere die reiche und farbenfrohe Unterwasserfauna, zu der neben zahllosen Fischarten u.a. auch Meeresschildkröten und Korallen zählen. Apropos Fisch: Tokelau eignet sich auch hervorragend als Ausgangspunkt für Angelausflüge – um die Inseln herum gibt es reiche Thunfischgründe. Wer sich zur Abwechslung dem süßen Nichtstun hingeben will, hat die Qual der Wahl: Bei tropischen Temperaturen lässt es sich an den unzähligen kleinen Stränden ebenso gut entspannen wie in einer Hängematte zwischen den zahllosen Kokospalmen,