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Neuseeland: Unterkünfte

So vielfältig und überraschend das Land, so vielfältig und überraschend sind auch die Möglichkeiten zu übernachten. Natürlich besteht in den meisten Regionen immer die Option, ein Zimmer in einer der international bekannten Hotelketten zu beziehen. Übrigens: Einige Ketten bieten im Rahmen von Aktionen besondere Pässe an, die Übernachtungen zu einem reduzierten Preis ermöglichen. Als besonders attraktiv (weil preiswert, umfangreich und flächendeckend)  gilt das Angebot von Flag Choice. Namhafte Hotels finden sich darüber hinaus in allen größeren Städten und touristisch interessanten Gebieten. Aber wo bleibt der Spaß dabei, die Individualität?

Schon deutlich interessanter gestalten sich Aufenthalte in sogenannten

Lodges

. Sie findet man oftmals etwas abseits der üblichen Touristenrouten in eher ländlichen Gegenden. In der Regel handelt es sich dabei um gehobene Unterkünfte in individuell geführten Häusern. Auch anspruchsvolle Gäste wissen den persönlichen Service sehr zu schätzen. Gute Lodges können sogar eine Unterbringung in einem Luxushotel um Längen schlagen – schon allein deshalb, weil die Betreuung sehr viel persönlicher und individueller erfolgt. Oftmals bietet eine Lodge auch ein breites Aktivitäts- und Unterhaltungsprogramm, das ganz nach den eigenen Wünschen genutzt werden kann. Der Haken: natürlich hat eine so aufwändige Betreuung in vielen Fällen auch ihren Preis.

Hotel in Neuseeland

Hotel in Neuseeland ©iStockphoto/JanMika

Die abgespeckte Variante der Lodge ist das B&B, kurz für

Bed & Breakfast

. Die Ausstattung dieser Pensionen – denn genau darum handelt es sich – kann deutlich variieren. Mit etwas Glück erwischt man eine Herberge, die im Hinblick auf Komfort, Lage und Preis keine Wünsche offen lässt. Dabei sollte man sich nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen: So manches Gästezimmer, das man nur erreicht, wenn man sich zuerst durch einen Pub kämpft, hat sich schon als Kleinod in perfekter Lage zu einem guten Preis herausgestellt. Exklusiver geht es in den sogenannten „

Heritage Inns of New Zealand

“ zu: Im Prinzip verbirgt sich dahinter auch ein einfaches B&B. Den Unterschied macht jedoch das Haus, das oftmals denkmalgeschützt ist, in jedem Fall aber schon ein wenig Patina und damit auch Geschichte hat.  

Sie legen Wert auf Unabhängigkeit und Individualität, wollen aber an einem Ort bleiben? Dann empfiehlt es sich unter Umständen, ein

Ferienhaus

zu mieten. Insbesondere in der Nähe der größeren Städte und in touristisch interessanten Regionen ist die Ferienhaus-Dichte enorm hoch – in Neuseeland gehört ein Ferienhaus am Meer, am See, am Fluss oder in den Bergen zur Tradition. Entsprechend groß ist die Auswahl an interessanten Objekten – jedenfalls sofern Sie nicht in der Hochsaison mieten und sich kurzfristig entscheiden wollen. Dann nämlich sind die meisten Objekte schon lange belegt. Die Auswahl an infrage kommenden Häusern ist generell sehr groß, von der einfachsten Waldhütte bis zum Designerpalast kann alles dabei sein. Wichtig ist es daher, einen seriösen Vermieter oder Vermittler zu finden, der am besten eine Buchung von Deutschland aus akzeptiert.

Da in den letzten Jahren immer mehr junge Leute mit dem Rucksack durchs Land ziehen, ist auch die Zahl und Vielfalt der Low-Budget-Unterkünfte deutlich gestiegen. Sehr beliebt sind beispielsweise die sogenannten

Homestays

oder

Farmstays

: Gastfreundliche Menschen bieten dabei über eine Organisation oder ein Internetportal günstige oder sogar kostenlose Privatunterkünfte an. Mit ein wenig Glück findet man auf diesem Weg sogar eine Unterkunft in einer Maori-Familie und kann deren Leben aus allernächster Nähe erforschen. Insbesondere bei Farmstays wird im Gegenzug für die Übernachtung jedoch erwartet, dass der Übernachtungsgast ein wenig auf der Farm mithilft.

Wer auf den familiären Anschluss verzichten kann oder will, kann auch in sogenannten

Youth & Backpacker Hostels

übernachten. Dabei handelt es sich in der Regel um sehr einfache Unterkünfte, aber auch hier gibt es durchaus Unterschiede. Während ein Hostel sauber und gut geführt ist, macht ein anderes einen heruntergekommenen Eindruck oder bietet nicht den Hostel-typischen Standard. Und der ist wirklich nicht sehr hoch: Die günstigsten Übernachtungen gibt es für Mehrbettzimmer, die man mit anderen Reisenden teilt, eine Toilette gehört nicht zwingend zur Zimmerausstattung. Dafür trifft man in Hostels meist junge, aufgeschlossene Menschen und so mancher Backpacker, der ein wenig Taschengeld gebrauchen konnte, hat von seinem Hostelbetreiber schon einen Job vermittelt bekommen…

Für viele Urlauber bedeutet es Freiheit, morgens entscheiden zu können ob man aufsteht oder nicht, wo die Reise heute hingehen soll oder ob man noch an einem besonders schönen Platz bleibt. Eben diese Freiheit bietet das

Zelten

und

Camping

, das auch in Neuseeland weit verbreitet ist. Tatsächlich ist Neuseeland sogar ein ideales Reiseland für Urlauber, die mit einem Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt unterwegs sind. Campingplätze gibt es zur Genüge, mit etwas Glück (oder Planung) stößt man auch auf einen der beliebten

Holiday Parks

. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine erweiterte Version eines Campingplatzes: Holiday Parks bieten ausreichend Platz für Zelte und Wohnmobile, bieten aber oftmals auch einfache Hütten, Backpacker Lodges oder ähnliche einfache Unterkünfte. Ihre Beliebtheit rührt daher, dass die Parks in der Regel sehr sauber und gepflegt sind, landschaftlich wunderbar liegen und einen schönen Urlaub unter entspannten Menschen zu einem günstigen Preis bieten. Was

freies Camping

betrifft sollten Urlauber wissen, dass jeder Bezirk in Neuseeland selbst darüber entscheiden darf, ob er es erlaubt. In vielen Fällen lautet die Regel: Auf Farmland darf frei gezeltet werden  – allerdings nur in ausreichender Entfernung zum Wohnhaus und wenn es in der Umgebung keinen Holiday Park oder Campingplatz gibt. Im Zweifelsfall gilt auch für Camper: Um Erlaubnis fragen kostet nichts.